Big Data in der Landwirtschaft: Farmmanagementsysteme stärker vernetzen

Freitag, 20.Mai 2016

Landwirten stehen für ihre tägliche Arbeit zahlreiche Softwarelösungen und Systeme zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund haben nun Wissenschaftler der Hochschule Osnabrück gemeinsam mit den Projektpartnern 365FarmNet Group, ANEDO Ltd., FARMsystem Hinck & Kielhorn sowie Kotte Landtechnik die Arbeit im Forschungsprojekt „OPeRAte" (Orchestrierung von Prozessketten für eine datengetriebene Ressourcenoptimierung in der Agrarwirtschaft und -technik) aufgenommen. Das Gesamtziel des Projektes ist es, Verfahren für ein integriertes, ressourceneffizientes Farmmanagement zu realisieren, das anwendungsübergreifend die Erstellung und Optimierung von Prozessketten, auch zwischen Betrieben, auf Geräte-, Daten- und Prozessebene unterstützt. Heutige Technologien für Big Data Analyse vernachlässigen, dass die Daten unterschiedlichen Akteuren (Landwirt, Lohnunternehmer, Precision Farming Dienstleister) gehören. Die zentrale Verfügbarkeit von agrartechnischen Daten und die Möglichkeit, diverse landtechnische Akteure über offen Schnittstellen verbinden zu können, erlaubt zudem erstmalig umfangreiche Datenanalysen zur Ressourcenoptimierung in der Agrarwirtschaft. Dabei bleibt die Hoheit der verwendeten Daten bei den jeweiligen Eigentümern: Sie bestimmen explizit über die Verwendung ihrer Daten und können dies für jeden Dienstleister spezifizieren. OPeRAte wird durch die Kombination von infra­struktur­basiertem Mobilfunk und verzögerungstoleranter Ad-Hoc-Kommunikation die Robustheit für den Datentausch in ländlichen Umgebungen deutlich stärken. In Verbindung mit den Möglichkeiten zur automatisierten Orchestrierung von kooperativen Verfahrensketten wird es möglich, den Prozess zur Laufzeit zu überwachen und zu steuern. Optimierte Algorithmen können jederzeit aus der Cloud in die Maschinensteuerung übertragen werden.